Entfernungspauschale: Ist Ihre Verbindung zwar länger, doch verkehrsgünstiger?

Grundsätzlich gilt im Steuerrecht, dass die Entfernungspauschale für den täglichen Weg zur Arbeit nur für den steckenmäßig kürzesten Weg beansprucht werden darf. Der Bundesfinanzhof (BFH) erklärte jedoch kürzlich in einer Pressemeldung (8. Februar 2012), welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um für die Berechnung der Entfernungspauschale zwischen Wohn- und Arbeitsstätte auch eine kilometermäßig längere Strecke zugrunde legen zu können. Wenn diese veranschlagt wird, ist allerdings Bedingung, dass dieser längere Weg vom Arbeitnehmer auch tatsächlich regelmäßig genutzt wird. Um die Verkehrsgünstigkeit des Weges zu beurteilen, müssen in strittigen Einzelfällen künftig sogar die Streckenführung, Ampelschaltungen etc. mit in die Beurteilung einbezogen werden. Es ist sogar statthaft, dass eine solche „verkehrsgünstigere“ Lösung die Fahrzeit gar nicht wesentlich, d.h. um weniger als 20 Minuten, verkürzt. Nach wie vor nicht für die Entfernungspauschale zugrunde gelegt werden darf jedoch eine theoretisch mögliche, aber vom Steuerpflichtigen nicht tatsächlich gefahrene Verbindung. Ihre Kanzlei in Freiburg, Dobler & Partner Partnerschaft mbB – Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater vereidigter Buchprüfer in der Holbeinstraße, berät Sie gerne zu allen steuerlichen Fragen.