Ihre Kanzlei in Freiburg informiert zum Steuerrecht: Fahrtkosten für Fortbildungen besser steuerlich absetzbar

Arbeitnehmer, die sich beruflich weiterbilden und hierzu eine Bildungseinrichtung oder eine Universität häufig über einen längeren Zeitraum aufsuchen, können die Fahrtkosten in ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen. Bisher war das nur in Form der Entfernungspauschale von 30 Cent pro Entfernungskilometer möglich. Steuerlich wurde die Anfahrt zur Fortbildung damit der Anfahrt zur täglichen Arbeit gleichgestellt.

Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit zwei Urteilen vom 09.02.2012 (Az.: VI R 44/10 und VI R 42/11) diese Regelung verändert: Fahrtkosten können künftig auch in tatsächlicher Höhe geltend gemacht werden. Das bedeutet, dass entweder sämtliche Belege gesammelt werden müssen, um die Kosten pro gefahrenen Kilometer zu ermitteln – oder es wird die Kilometerpauschale von 30 Cent pro gefahrenen Kilometer angesetzt. Steuerlich werden die Fahrtkosten zur Fortbildung damit den Fahrtkosten bei Dienstreisen gleichgestellt.

Im Steuerrecht verankert ist allerdings, dass die Fahrtkosten nur dann geltend gemacht werden können, wenn tatsächlich eigene Kosten angefallen sind. Wenn also jemand z.B. im Auto eines Kollegen mitfährt, ist die Geltendmachung bei der Einkommensteuererklärung nicht möglich.

In unserer Kanzlei stehen Ihnen erfahrene Steuerberater zu allen Fragen des Steuerrechts gerne zur Verfügung.