Steuerrecht: Aufwendungen für die krankheitsbedingte Unterbringung im Seniorenstift sind als „außergewöhnliche Belastung“ absetzbar

Der Bundesfinanzhof urteilte, dass Senioren, die aus gesundheitlichen Gründen in einem Wohnstift leben, die Kosten als „außergewöhnliche Belastung“ bei ihrer Einkommenssteuererklärung geltend machen dürfen (Az. VI R 20/12). Dabei müssen die Aufwendungen aber „im Rahmen des Üblichen“ bleiben.

Zu den Pflegekosten zählen hierbei auch die Mietkosten für das Appartement oder Zimmer im Seniorenheim. Bei der Berechnung dieser Kosten müssen die Leistungen der Pflegeversicherung und die so genannte Haushaltsersparnis abgezogen werden. Sie bezeichnet die Summe, die der Steuerpflichtige auch ohne Heimunterbringung für Wohnen und Essen ausgegeben hätte. Leben beide Ehepartner im Seniorenstift, wird die Haushaltsersparnis nur einmal abgezogen.

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